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The Last Story

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 Spiel-Infos: The Last Story
Last Story Boxart Name: The Last Story (PAL)
Entwickler: Mistwalker
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 24. Februar 2012
Genre: Rollenspiel
Spieler: 1-4
Features:
480p, Classic Controller-Support, WiFi-Connection
Da lässt man bei Nintendo of Europe den noch aktuellen Konsolen-Zyklus mit einem wahren Knall zu Ende gehen: Erst gab es das überragende Xenoblade: Chronicles, bald kommt Pandora´s Tower zu uns und gerade jetzt im Frühjahr lädt The Last Story auf ein weiteres Abenteuer ein. Lang, lang hat´s gedauert, doch endlich und schließlich kommen wir in den Genuss des Japano-Rollenspiels aus der Feder von Final Fantasy-Vater Hironobu Sakaguchi. Man muss dabei kein Decodierungs-Experte sein, um die direkte Herausforderung an die zurückgelassene Franchise zu vernehmen. Ja, soviel ist klar: Mit The Last Story wollte der "Gooch" etwas Großes schaffen, das seiner Vergangenheit ebenbürtig zu sein weiß. Ganz so, wie erhofft, hat es dann leider nicht geklappt. Warum The Last Story dennoch ein kurzweiliges, unterhaltsames Abenteuer ist, erfahrt ihr im folgenden GU-Test!
 
White Knight Chronicles
Zael möchte Ritter werden. Was in der modernen Realität beinahe unmöglich ist, ist in der Welt von The Last Story immer noch ein schier unmögliches Unterfangen, vor allem, wenn man selbst doch nur ein von allen verachteter Söldner ist. Gemeinsam mit dem besten Freund Dagran, der über die Jahre hinweg eine richtige, kleine Truppe zusammengestellt hat, wird ein Auftrag um den anderen ausgeführt, mit der festen Vision, der ganzen Gruppe irgendwann ein angenehmes und angesehenes Leben zu bescheren, das die Vergangenheit, die voll von Erinnerungen an Krieg und damit einhergehendes Leid ist, vergessen macht. Auf einer routinemäßigen Mission in einer Reptilen-Monstern überfluteten Felsenruine gerät Zael in Kontakt mit einem unbekannten Wesen, durch das er ein seltsames Mal und damit kommende Macht erhält. Niemand denkt sich etwas über den Zwischenfall, als nur kurze Zeit darauf beim ausgiebigen Feiern in der Stadt ein Mädchen zur Gruppe hinzustößt, das sich bald schon als Grafentochter herausstellt und eigentlich zuhause auf die bevorstehende Vermählung warten soll. Und dann greifen auch noch die Gurak an. Die ersten Wirren eines nahenden Abenteuers kündigen sich an.

Überaus cinematisch präsentiert sich die Geschichte, die im Wesentlichen auf die Beziehung zwischen Zael und Grafentochter Calista sowie den Kampf gegen die Gurak, einer Ork-ähnlichen Rasse, eingeht. Wer keine Lust auf ausschweifende Cutscenes, und derer viele hat, sollte sich den Start in die Welt der Inselstadt Lazulis zweimal überlegen. Mit Ausnahme der einzelnen Stadt gibt es wenig zu Erkunden und man folgt streng linearen Wegen, in deren Verlauf alle paar Schritte mittels Zwischensequenz weitererzählt wird. Dabei wird das Spiel in viele Kapitel unterteilt, die mal keine fünf Minuten, mal über eine halbe Stunde dauern können. Geschmackssache ist dabei, ob einem die Erzählerstimme zu Beginn und Ende eines jeden Kapitels zusagt; bei der hohen Anzahl von Zwischensequenzen kann diese Erzählweise jedoch stellenweise erdrückend wirken und nimmt dem Spielerlebnis etwas von seiner Brisanz, eben ganz so, als bekäme man das Geschehen nur nacherzählt, anstatt es selbst zu spielen.
 Autor:
Maximilian Edlfurtner
Testbericht
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Leserwertung:
7.5