Künstliche Lieferschwierigkeiten bei der Wii?

News vom 29-03-07
Uhrzeit: 16:14
Ein gewohntes Bild in den Läden: Die Nintendo Wii ist Mangelware. Auch vier Monate nach dem Launch scheint das japanische Unternehmen kaum in der Lage zu sein, die Nachfrage nach Konsolen zu erfüllen. Nun werden Stimmen bei US-Händlern laut, die von einer künstlichen Verknappung ausgehen.
 
Laut GameStop Vice Chairman und COO Dan DeMatteo soll sich die Liefersituation mit dem Geschäftsjahreswechsel im April schlagartig verbessern. "Ich denke nicht, dass die Lieferprobleme noch länger Bestand haben werden", wird DeMatteo in US-Medien zitiert. "Nintendo hat schon früh die Planzahlen für das aktuelle Geschäftsjahr erreicht und dann die Auslieferung gedrosselt. Wenn am 1. April das neue Geschäftsjahr beginnt, werden Lieferprobleme der Vergangenheit angehören", ist der COO überzeugt. Ein Indikator hierfür seien schon die ersten Lieferungen des April-Kontingents. GameStop sei mit der geplanten Liefermenge sehr zufrieden.
 
Statt akuten Mangels also bald Wiis im Überfluss? Zumindest aus Deutschland ist uns ähnliches zu Ohren gekommen - Lieferstopps bis April. Neu ist Nintendo diese Taktik sicher nicht. In den Neunziger Jahren wurde die Nachfrage nach dem Super Nintendo durch eine Knappheit künstlich hochgehalten. Ein weiterer Aspekt ist allerdings auch das Ostergeschäft und die geringe Zahl der Neuveröffentlichung im ersten Quartal. Pünktlich zur osterlichen Konsumwelle soll der Handel dann gut ausgerüstet sein. 
 
Eines ist jedoch sicher: Trotz einer möglichen Verknappung klettert die Wii seit ihrer Veröffentlichung vor ein paar Monaten regelmäßig ganz hoch aufs Siegertreppchen. - Noch erfolgreicher scheint derzeit nur der NDS. Mit dem Europastart der PS3 und Microsofts aufgemotzter Elite 360 versucht nun aber auch die Konkurrenz wieder verstärkt die Konsumenten von ihrer "Next Generation"-Idee zu überzeugen. Ob der Vorsprung von Microsoft reicht, die PlayStation 3 an Erfolge der Vorgängerin anknüpfen kann oder aber die Wii in dieser Generation unverhofft das Rennen macht, bleibt weiter offen.
 
 
Quelle: GamesMarkt 

 Autor:
Martin Eiser 
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