Miyamoto gibt weitere Wii-Geheimnisse preis

News vom 23-07-06
Uhrzeit: 23:26
Wieder einmal hat sich Star-Designer Shigeru Miyamoto bezüglich Nintendos neuer Konsole Wii zu Wort gemeldet, diesmal in dem japanischen Fachmagazin Nintendo Dream, anlässlich deren zehnjährigem Jubiläum. Dabei ging er diesmal speziell auf den neuen Controller ein, sowie auf die Spiele, welche unter seiner Obhut entstehen.
 
Zunächst redete Miyamoto allerdings über die bekannten Hintergründe der Entstehung von Wii und spricht wie gewohnt das Ziel an, Videospiele wieder zu etwas Besonderem machen zu wollen, etwas was jeder versteht, egal welchen Alters. Um dieses Ziel zu erreichen, war es ein besonderes Anliegen von Nintendo, dass Spiele auch mit nur einer Hand gesteuert werden können.
 
Als Überleitung geht es zur Erweiterung des Controllers, dem Nunchuck-Addon, welches jeder Wii-Konsole zusammen mit der Wiimote beiliegen wird. Der Name der Erweiterung ist vom Aussehen her abzuleiten. Während Demo-Versuchen wurde die Erweiterung von den Entwicklern auf den Namen Nunchuck getauft. Als dann auch noch die Videospiele-Welt das Addon auf den selben Namen taufte, erkundigte man sich nach den Copyrights und fand heraus, dass es sich um ein Wort des allgemeinen Wortschatz handelt, welches jeder benutzen konnte. Nunchuck wird aber wohl nicht der offizielle Name der Erweiterung zum Release der Konsole sein.
 
Nintendo entschied sich auch aus Kostengründen für die Spaltung des Controllers in zwei mögliche Einheiten. Während in der Basis, also in der Wiimote, die teure Wireless-Verbindung und die Stromzufuhr eingebaut ist, können alle Anschlussgeräte günstiger produziert werden, da diese Features bereits in der Basis vorhanden sind.
 
Im Verlauf des Interviews äußerte sich Miyamoto zum integrierten Lautsprecher des Controllers. Es gab stets hitzige Diskussionen, ob man lieber den Lautsprecher oder ein Mikrofon einbauen sollte. Einige wollten beide Möglichkeiten weglassen, damit der Controller nicht zu komplex auf manche Spieler wirken würde. Doch damit ein völlig neues Gefühl bei der Bedienung von Spielen entstehen konnte, ähnlich dem Gefühl eines Rumble-Motors, entschied man sich für die Lautsprecher. Außerdem tat man damit den Third-Party-Entwicklern einen Gefallen, denn diese waren fasziniert von den Möglichkeiten des Lautsprechers.
 
Anlässlich dieses Themas gab er auch bekannt, dass Nintendo an einem Spiel arbeitet, in dem vier Spieler mit einem Controller antreten. Der Controller gibt dann den Namen eines der Spieler über den Lautsprecher bekannt und der Auserwählte schnappt sich die Wiimote und muss eine Aufgabe erfüllen. Außerdem könnte sich Miyamoto ein Spiel vorstellen, bei dem der Controller geheime Informationen leise an den Spieler weitergibt, der gerade an der Reihe ist. Es soll aber auch Spiele geben, die seiner Meinung nach besser mit dem Classic-Controller gesteuert werden können und nannte als Beispiel F-Zero.
 
Als Linkshändler bietet der neuartige Controller für Miyamoto außerdem einen entscheidenden Vorteil, denn in Zukunft wird es egal sein, mit welcher Hand man spielt. Linkshändler nutzen die Wiimote einfach in der linken und die Erweiterungen in der rechten Hand.
 
Zum Abschluss des Interviews wurde Miyamoto noch gefragt in welche Spieleentwicklungen er denn integriert wäre. Als Antwort bekamen die Journalisten, dass Wii seine Hauptplattform ist, für die er derzeit arbeitet. Einige Titel durfte er aber nicht nennen, da diese noch nicht angekündigt wurden. Er arbeitet aber dennoch an einer sehr großen Anzahl von Spielen. Unter denen, die schon angekündigt wurden, arbeitet er voll und ganz an The Legend of Zelda: Twilight Princess, aber auch an Super Mario Galaxy, Wii Sports und an einem Spiel, welches auf der diesjährigen E3 unter dem Namen "Remote Pointer Demo" bekannt war.
 
Quelle: IGN 

 Autor:
Stefan Böhne 
News-Navigation:


Content @ GU